heute wieder mal chili con carne mit fake-hack gekocht. das ist sehr gut geworden und ich wollte das rezept aufschreiben. vorher diese site abgesucht, ob ich das rezept vielleicht schon mal gepostet habe. so wie es aussieht hab ich das nicht. vor 11 jahren hab ich mal ein foto und einen link zum originalrezept gepostet. das originalrezept ist mittlerweile 404. dasnuf hat das rezept ein paar monate später nachgekocht). dass ich chili con jamie jetzt seit mindestens 11 jahren koche, überraschte mich.
weil es auf der blogger-party „blogmich 2005“ auch chili con carne gab, hab ich ausserdem diesen beitrag gefunden, in dem ich bilder der #blogmich auf flickr verlinkt habe — und die sind tatsächlich noch alle da (ausser meinen, weil ich später irgendwann mein flickr-konto gelöscht habe).
das rezept schreibe ich die tage mal auf weil es wirklich lecker und unfassbar einfach herzustellen ist.
Meine ältesten Blogartikel – Was würde ich heute anders machen?
ich habe schon vor diesem artikel ins internet geschrieben, aber das hier war der erste den ich vor 24 jahren mit einem content management system veröffentlichte und der eine permanente url hatte. im archive.org ist der artikel in seiner damaligen pracht zu sehen. hier ist er eingebettet:
wurstsalat und ein würschtle für 3,33 euro. erschütternde worte und zahlen.
am 15.04.2002 bei wallisch-binder gekauft, dem metzger der nie offen hat...
anders machen würde ich heute nicht viel. eigentlich würde ich das heute genau so veröffentlichen. allerdings würde ich nicht 5 tage warten bis ich einen lustigen kassenzettel poste und ich würde auch keinen wurstsalat mehr kaufen, sondern den selber machen.
im juli und august 2015 waren wir zum ersten mal in schottland (2017 zum zweiten mal). damals habe ich sehr viele bilder von der reise geinstagramt. schon damals habe ich die instagram-bilder per ownyourgram (RIP) auf wirres.net kopiert. allerdings habe ich nie eine sammlung der reise angefertigt, mit der man eine übersicht über die reise bekommt. das ist hiermit nachgeholt. ausserdem habe ich 2015 noch zwei artikel über die reise geschrieben, einen über schottischen whisky und einen über das falkirk wheel.
eine karte, mit den orten der fotos gibts auch.
heute abend wollten wir eigentlich nach edinburgh fliegen. leider kam das flugzeug das uns nach amsterdam fliegen sollte so spät in berlin an, dass wir unseren anschlussflug nach edinburgh verpasst hätten. also hat KLM uns umgebucht auf einen british airways-flug morgen früh. mit ner britischen airline nach gross britanien zu fliegen ist auf jeden fall stilvoller als mit ner niederländischen fluglinie.
doof ist, dass wir heute nacht dann wieder zuhause übernachten, statt in einem bed and breakfast in edinburgh. und dass wir 4 stunden unterwegs und am flughafen tegel waren für nix. die mitarbeiter von KLM waren aber sehr hilfsbereit auch wenn die schlangen um zu ihnen zu gelangen unerfreulich lang waren. und morgen können wir auf kosten von KLM mit nem taxi zum flughafen fahren.
ich musste erst foursquare bemühen, bevor ich die beifahrerin hier reinbekam. den haddock (schellfisch) will die beifahrerin jetzt immer essen.
in dem b and b wo wir gerade sind, wohnt auch dieses schaf, das denkt es sei ein collie. mittlerweile isses mutter, aber immer noch anders als die anderen schafe.
einmal rechts hoch, hinter dem dem berg rumlaufen und dann links vom berg im schlamm wieder runterrollen. (wandern in #schottland kann ganz schön anstrengend sein.)
auf dem Weg zu den bone caves in der nähe von lochinver quillt plötzlich wasser aus dem boden und formt nen reissenden und sehr laut rauschenden strom. und die rehe sind hier gross wie lamas (nicht im bild, wollt ich aber mal los werden)
die pies aus #lochinver waren übrigens super. meiner war mit chorizo und käse, der der beifahrerin mit dicken apfelstücken und viel zimt.
die führungen durch die whisky-destillerien waren ausnahmlos toll. überall gabs mal was anderes zum riechen oder anfassen oder probieren. mal geröstete gerste, mal den spirit zum in den händen verreiben und überall natürlich das endprodukt in verschiedenen varianten. am beindruckensten war immer das riechen an den fassöffnungen der gefüllten fässer.
grosszügiges probiergelage bei glenfiddich. etwas stillos fand ich, dass man zum whisky leitungswasser statt des viel gelobten quellwassers (das in jedem produktionsschritt genutzt werde) serviert. ach, das quellwasser wird auch nicht zur destillatskühlung und gerstenquellung genutzt.
cat content anno 1896. das buch in dem ich das gefunden habe ist ne art listicle mit dem namen „the hundred best pictures, second series“ und wurde 1902 von c. hubert letts veröffentlicht. manchmal hab ich das gefühl es ändert sich nix, außer der quantität und geschwindigkeit.
loch ness. unser wirt hat das monster zweimal gesehen. es habe grosse zähne und könne auch fliegen. er schien enttäuscht zu sein, dass wir ihm das nicht glauben wollten. wir haben dann später 12 enten am loch ness gesehen. die können auch fliegen. keine souvenirs gekauft.
nadelwald. unten rum sind die nadelbäume hier grün vom moss, das nadeln nicht unähnlich ist, oben scheinen die bäume noch echte nadeln zu haben. sieht man auf dem bild natürlich nicht, stimmt aber.
rund um inverness ist die natur sehr kultiviert. mir fehlt jetzt schon, nach 2 tagen #inverness, die brutale wildnis der highlands um ullapool und lochinver.
das private scheisshaus des 1st duke of albany im doune castle. mit der audiotour, gesprochen von terry jones, hat das schloss sehr viel spaß gemacht. und viele szenen von „ritter der kokosnuss“ wurden hier auch gedreht.
vielleicht ist das auch das ideale #schottland-symbolbild: farbenfroher himmel, einspurige strassen, wildnis mit gelegentlich eingesprenkelten zivilisationsspuren. #latergram#telefonzellen
an einer zusammenfassung unserer schottlandreise oder einer übersicht der bilder, die wir in den letzten zwei wochen gepostet haben, werde ich in den nächsten tagen ganz bestimmt arbeiten. wobei die bisher von mir veröffentlichten bilder natürlich bereits alle hier sind. im instagram-konto der beifahrerin finden sich (natürlich) auch ganz viele schottlandbilder.
ziemlich geschickter spin von cleo abram, um den handlungsbedarf angesichts des klimawandels als möglich darzustellen. der kontext in den sie das stellt sind zwei ereignisse:
der antarktisvertrag (antarctic treaty) von 1959, der die friedliche nutzung der antarktis regelte
das montrealer protokoll (Montreal Protocol) von 1987, das den weltweiten verzicht aufs stoffe regelte, die zu einem abbau der ozonschicht führen
in beiden fällen gab es eine globale einigkeit und zusammenarbeit. warum sollten wir das nicht auch beim klimawandel schaffen?
der softwareentwickler nikita prokopov war (2024) frustriert von webseiten mit kinoprogrammen und programmierte sich und allen menschen in deutschen städten schnell eine schlanke webseite mit allen kinos in deutschland und allen filem und allen spielzeiten. keine werbung, keine cookies, kein logo, kein firlefanz, nur das programm in filterbaren tabellen. hier das programm des city-kinos im wedding, für das ich noch einen gutschein habe, hier das programm des cinemaxx am potsdamer platz.
obwohl solche spontanen experimente ja oft bei schwindendem interesse der entwickler verwaisen, allekinos.de läuft auch nach 2 jahren noch.
auf oh no hab ich schon mal vor einem jahr hingewiesen. heute beim durchklicken meiner blogroll gesehen, dass die seite wohl aus meinem RSS-reader gefallen ist und wieder hinzugefügt. ich finde das sehr, sehr witzig.
manche der wahlplakate die momentan überall in berlin rumstehen oder hängen treffen gelegentlich einen nerv bei mir. also in dem sinn, dass ich sie gut oder nicht dumm finde. die von der CDU sind meistens strunzdumm und scheinen von billigem populismus getrieben. die von volt wirken nicht dumm, aber trotzdem sehr unsympathisch und selbstverliebt.
andererseits habe ich ein paar CDU-plakate gesehen, die ich nicht dumm fand. wenn man einen spitzenkandidaten hat, der aussieht wie ein 20-jähriger streber, ist es nicht dumm aus dieser vermeintlichen schwäche, zu versuchen eine stärke zu machen: „einer muss vernünftig sein“
das hier von der SPD hat mir gefallen, auch wenn zettel mit solchen fragen früher™ zwei kästchen zum ankreuzen hatten: ja und nein.
SPD wahlplakat von stefan krach mit dem slogan: „wollt ihr mit mir gehen?“
aber ich sehe nicht, wie mich wahlplakate, egal ob sie mir gefallen oder nicht, in meiner wahl beeinflussen sollen. ausser, dass ihre präsenz signalsiert, dass bald eine wahl ansteht, enthalten sie keine für mich verwertbare information.
FDP wahlplakat von batuhan temiz mit dem slogan: „aufstieg durch leistung?“
ich vermute, wenn man sich als politiker zum märchen „der hase und der igel“ äussern müsste1, dann wäre batuhan temiz bestimmt im fan-lager des hasen.
abgesehen davon, schreckliches märchen, misogyn und ansatzweise xenophob. oder anders gesagt: ich erinnere mich gar nicht daran, dass der igel so ein arschloch war und der angeber-streber-hase im märchen beinahe sympathischer wirkt als der igel. ↩
schon ein bisschen albern mit der taschenrechnerkamera bilder mit einem bit und 252 × 189 pixeln aufzunehmen. aber mit bitcam geht das und ich finde das gut.
jonas ussing hat in den letzten zwei jahren sechs videos veröffentlicht, in denen er gegen den marketing-mythos der modernen film industrie argumentiert, dass filme ohne computer generierte effekte (CGI) etwas gutes seien. sein hauptargument ist auch der titel seiner reihe:
fast immer wenn beim marketing eines film behauptet wird, alles sei echt, alle stunts und effekte seinen „praktisch“ (practical) gefilmt und nicht am computer generiert, stimmt das immer nur so halb. stundenlang seziert jonas ussing in seinen videos solche behauptungen von practical effects. ich habe die filme von jonas ussing imemr wieder hier empfohlen und tue das nach wie vor.
ich habe mir den titel von jonas ussings video-reihe mal geborgt, weil ich glaube, dass bei „CGI“ und „AI“ oder „KI“ die gleichen effekte wirken.
zum einen wirkt marketing nur, wenn es auf fruchtbaren boden fallen kann. die behauptung: „kein CGI in diesem film“ wird ja nur deshalb gemacht, weil sie ein qualitätsversprechen ist, das einen wunsch des publikums abbildet. dass sich das versprechen dann bei genauerer betrachtung als kleine lüge herausstellt ist nicht schlimm, solange das CGI-gedöns unsichtbar, unmerklich bleibt.
auch die härtesten kritiker von KI haben keine oder kaum probleme mit dem, was unserere taschenrechnerkameras (smartphonekameras) seit vielen jahren produzieren: bilder die nicht mehr einfach das abbilden was linsen und sensoren eingefangen haben, sondern bilder die eine algorithmisch rekonstruierte interpretation der fotografierten szene sind. moderne taschenrechnerkameras rekonstruieren aus messdaten ein bild, das darauf optimiert wird unserere erwartung zu entsprechen, wie die welt aussieht.
bereits 2018, mit dem iphone XR, sprach apple davon, dass die bildverarbeitungspipeline auch die hilfe einer neural engine in anspruch nähme.
in unseren taschenrechnern werkelt also seit fast 10 jahren KI (machine learning) an unserern bildern rum. aber das stört uns nicht, weil das was rauskommt, genau unseren erwartungen entspricht und damit quasi unsichtbar ist.
The AI backlash was not caused by scary warnings about the future from tech CEOs, or the fact that OpenAI and Anthropic have not yet cured cancer. It’s about the ways AI is already starting to change society, which many Americans fear is for the worse.
oder mit anderen worten, der gegenwind, den KI nicht nur in den USA, sondern auch hier erfährt, liegt nicht nur daran dass KI-slop die medien verstopft oder KI-firmen die tolle zukunft, die uns KI bringen soll, nicht gut genug kommunizieren, sondern auch daran das wir jetzt schon beobachten können, wie diese technologie vertrauen erodiert, gesellschaftliche konflikte schürt und unsicherheit säät — so wie jede neue technologie die gesellschaft, geschäftsmodelle, lebensweisen verändert.
allerdings erscheinen die veränderungen die KI verursacht im unterschied zu vorherigen disruptionen durch technologiewandel, offenbar selbst hartgesottenen technologiefans und nerds unheimlich und unberechenbar. mir auch.
während das internet auch auf heftigen widerstand bei der gesellschaftlichen adoption traf, schienen immer irgendwie die vorteile zu überwiegen, auch wenn das internet die gesellschaft und die wirtschaft an vielen stellen auf den kopf stellte.
bei KI summieren sich die vor- und nachteile offenbar mehr und mehr zu einer negativen summe. und dagegen scheinen KI-firmen weder mit PR-kampagnen, noch mit immer blumigeren versprechen anzukommen.
das unbehagen, was viele menschen gegenüber KI haben, gleicht dem unbehagenm das viele menschen gegenüber donald trump haben. plötzlich ist da etwas, das an wichtigen schaltstellen der welt sitzt, das enorme macht und wirkmächtigkeit hat, aber gleichzeitug auch schlampig, verlogen, geschichtsvergessen arbeitet — und keinen geschmack und anstand hat. trump und KI machen uns auch deshalb angst, weil es so viele menschen gibt, die ihnen vertrauen oder sich vorteile von ihnen erhoffen und sie in machtvolle oder potenziell allmächtige positionen heben. wir beobachten trump und KI beim dilettieren und dass sie sich kaum einhegen oder kontrollieren lassen.
Jep. Ich setze KI ein. […] KI als Lektor. […] KI zum Ausloten von Optionen. Ja, ich liess manchmal KI Entwuerfe auf Basis meiner Ideen schreiben, um Richtungen auszuloten. Natuerlich habe ich danach diese Rohmasse redigiert, neugeschrieben, oder verworfen. Manchmal kam ich auch mit einem Problem zum LLM, und wir haben besprochen, welche Loesungen es geben kann.
aus meiner sicht ist eine solche nutzung von KI genauso legitim, wie eine bildverarbeitungspipeline in einem taschenrechner, so wie CGI kein CGI ist, so lange es unsichtbar bleibt. oder besser, solange das anthropomorphe, das menschliche, das handgedachte sichtbar und klar erkennbar bleibt.
andererseits ist es genauso legitim über so eine arbeitsweise zu denken: „Das ist mir zu viel KI.“
Text ist und war schon immer ein Gewebe eigener und fremder Gedanken und Worte, geformt durch nicht-simplizistische Prozesse und Werkzeuge. Im Weinberg des Textes und so …
… aber … [mit KI] sinkt der Wert aller Texte, automatisch. Egal, wie viel oder wenig. Text fällt im Wert und Text gerät unter Generalverdacht und wird es fortan bleiben.
im prinzip gehts wieder um die wurst. einerseits in dem sinn, dass wir als gesellschaft wieder wege finden müssen die verwerfungen der technologie so zu navigieren, dass wir unsere gesellschaften zusammenhalten können und vor dem auseinanderbrechen bewahren können. gesellschaftliche krisen die durch technologiewandel ausgelöst wurden, haben wir in der jüngeren geschichte ja schon öfter — mehr oder weniger erfolgreich — navigiert.
aber andererseits gehts auch um die herstellung der wurst. ich zitiere alle paarmonate dieses zitat von teller:
Sometimes, magic is just someone spending more time on something than anyone else might reasonably expect.
wenn wir wieder „handdenken“ (wortschöpfung: dvg), mehr arbeit in texte stecken als sich irgendwer vorstellen kann, haben wir vielleicht die chance den wert von text wieder zu steigern — auch wenn der generalverdacht bleiben wird.
text und andere kreative gewerke haben noch chancen, wenn der herstellungsprozess genau so sichtbar gemacht wird, wie es filmstudios gelegentlich in ihrem marketing versuchen, wenn sie behaupten ein film enthalte (angeblich) „no cgi“.
wer wurst herstellt und dafür konsumenten finden will, wird künftig möglicherweise nicht mehr umhin kommen, den herstellungsprozess so transparent wie nur möglich darzustellen. das heisst aber auch, ein einfaches label „no AI“ / „keine KI“ wird nicht reichen, da muss auch ganz viel differenziert werden. einfache label werden nicht reichen. harte und viel kreative hand- und denk-arbeit allein auch nicht.
so wie jonas ussing mit viel mühe über 6 videos hinweg die behauptung „no CGI“ als kleine oder grosse lüge entlarvt hat, werden auch label wie „no AI“ oder „keine KI“ nie die ganze wahrheit über die herstellung kreativer arbeit ehrlich abbilden. es ist immer komplizierter als man denkt. so wie „made in germany“, „selbstgebackenes brot“ oder „ohne konservierungsstoffe“ auch immer nur einen teil der geschichte erzählen.
vielleicht sollten wir uns statt auf labeling, eher darauf konzentrieren unserer KI-nutzung in bessere worte zu fassen? eine sprache dafür finden, um zu beschreiben wie wir arbeiten. vielleicht lohnt es sich darüber zu reflektieren, was wir von kunst, text und kultur eigentlich genau erwarten, was uns eigentlich wichtig ist? was wir eigentlich wollen? wo die grenzen verlaufen, wo wir die pflöcke einschlagen?
schön und lesenswert in diesem zusammenhang:
eigentlich wollte ich ja bis april 2027 nicht mehr über mein gewicht schreiben. aber ich freue mich, dass die durchschnittswerte diesen monat ein bisschen nach unten zeigen. immerhin habe ich im august meine pommes-experimente wieder aufgenommen und rösti in butter getränkt. und das freut mich: dass ich auch ohne wirklichen verzicht mein gewicht halten und im rend sogar noch ein bisschen runterbekommen kann. kann natürlich auch daran liegen, dass ich in sachen muskelaufbau in den letzten wochen etwas faul war.
und andererseits ist es jetzt fast ein jahr her, dass ich zum letzten mal semaglutid/ozempic genommen habe und sehe, dass das gewicht da bleibt wo ich es gut finde.
mein monatliches durchschnittsgewicht vom januar 2025 bis zum august 2026 (stand vom juni 2026)
mir ist aufgefallen, dass noch einige blogs die ich gerne lese in meinen blogrollen fehlen. meine blogrollen auffüllen oder umsortieren werde ich jetzt reglmässig machen weil ich sie mittlerweile selbst mit grossem vergnügen selbst nutze, derzeit vor allem in meinem reader, aber auch mittels eines neuen rivva-feature, dass gegebenenfalls bald öffentlich zugänglich ist.
was mir im reader auffiel. ich mag netzpolitik, aber die veröffentlichungsfrequenz von artikeln die ich nicht unbedingt sofort lesen möchte ist mir ein bisschen zu hoch. deshalb wandert netzpolitik von meinner „startpack-blogrolle“ in „auch in meinem feedreader“ — und damit aus dem reader.
ich führe künftig also drei blogrollen, eine (das „starterpack“) mit deutschsprachigen blogs die ich so gerne lese, dass ich sie gerne vor allem anderen in meinem feedreader lesen würde. dann eben jene blogs die ich auch in meinem feed reader habe und von denen ich fast alles lese, aber eben auch gelegentlich was überspringe oder auch später lesen kann. und dann die englischsprachigen blogs. da werde ich in zukunft vielleicht noch eine vierte blogrolle draus extrahieren, mit englischsprachigen blogs die ich für essenziell halte, wie daring fireball oder waxy.org oder this isn't happiness.
ole reissmann lese ich auch furchtbar gerne, auch wenn er sich thematisch derzeit fast ausschliesslich auf KI und journalismus konzentriert. ich finde dort gelegentlich echte perlen. → englischsprachige blogs
das war lange zeit mein lieblingsblog von meinem lieblingsjournalisten. dann kam übermedien und stefan-niggemeier.de schlief ein. jetzt (2026) veröffentlich stefan dort wieder artikel, die er anderswo veröffentlicht hat. ich bin sicher, dasss stefan-niggemeier.de irgendwann wieder mein lieblingsblog wird. → auch in meinem feedreader
beim letzten follow-montag landete johannes kuhn noch in einer eigenen blogrolle und OPML-datei. die habe ich jetzt entfernt und johannes ins starterpack aufgenommen.
mit trakt habe ich auch ein paar jahre meinen medienkosum getrackt, aber vor einer ganzen weile damit aufgehört, weil mir das einerseits zu doof wurde einer firma so ein datengeschenk zu machen auf eine art auch suspekt wurde.
vor ein paar monaten entschied ich mich jedenfalls für mindestens ein jahr hier im blog festzuhalten, was ich an serien und filmen sehe. da wo es geht oder sinn ergibt, ziehe ich es vor, meine daten selbst zu verwalten und zu meinen bedingungen zu veröffentlichen. es zeigt sich soweit, dass das ganz gut geht und auch semiautomatisch. wenn es nicht semiautomatisch gehen würde, verliesse mich schnell die lust soetwas zu tun. mein workflow war hauptsächlich dass alles was ich auf plex sehe automatisch einen eintrag im blog erzeugt. dinge die ich auf netflix, amazon prime oder in mediatheken sehe, musste ich noch gelegentlich manuell anlegen. ein bisschen half mir dabei popfeed, das eine gute metadatenquelle ist und das ich im rahmen meines ATmosphere-wahns gerne ausprobieren wollte (zum paralellen tracken).
jedenfalls habe ich mir dann auf anregung von florian eben jenes floppy angesehen. floppy ist wie trakt oder popfeed ein medientracker, nur dass man ihn selbst betreiben kann. floppy hat mir auf den ersten blick gefallen. ich konnte alle daten, vor allem die gesamte dort gespeicherte histiorie, von trakt und plex importieren und gleichzeitig metadaten-dienste nutzen, die auch von trakt, plex, popfeed und allen anderen genutzt werden. floppy weiss aus der plexhistorie, dass ich gerade silo sehe, weiss was die nächste folge kommt und sobald ich die neueste folge gesehen habe, markiert floppy die, dank einer verbindung zu meinem plex, automatisch als gesehen. wenn ich eine folge reacher auf amazon prime sehe, kann ich die gesehene folge mit drei klicks als gesehen markieren und der eingebaute kalender in floppy zeigt mir, wann die nächsten folgen kommen.
aber das beste ist: sobald floppy eine folge oder einen film als gesehen markiert, legt es, mit einem kleinen selbstgeschriebenen script, auch einen eintrack im medientracker auf wirres.net an.
serien wie die sendung mit der maus oder die formel 1 zu tracken, war mit trakt und popfeed entweer mühsam, unmöglich oder buggy. das tracken der sendung mit der maus mit floppy war auch buggy, aber weil floppy auf meinem heimserver läuft, konnte ich es patchen, so dass ich jetzt sowohl die formel 1, als auch die sendung mit der maus fehlerfrei und mühelos tracken kann.
was ich sagen will: floppy ist toll, seine eigenen metadaten zu verwalten ist noch toller und mein trakt-konto zu löschen fühlte sich gut an.
letterboxd finde ich nach wie vor sympathisch und werde meine gesehenen filme und kurzkritiken dort weiterhin veröffentlichen.
popfeed finde ich toll, aber es scheint einerseits nicht weiterentwickelt zu werden und ist andererseits irre langsam. die nutzung von popfeed pausiere ich erstmal.
während frida und ich zwei wochen alleine zuhause waren, war die beifahrerin in hamburg und hat bei der pentiment sommerakademieeinen malerei-kurs geleitet. die dozenten der sommerakademie halten auch immer einen vortrag. das ist ihr vortrag, den sie nochmal eingesprochen hat.
er handelt von meinen vier letzten arbeitsgruppen und wie sie entstanden sind.
claudia hat aufgeschrieben, was sie beim kommentieren (in blogs) nervt. von meinen vorherigen kommentarsystem war sie (zu recht) genervt. mit der einbindung von isso ist sie zufrieden, aber ich selbst auch.
obwohl ich isso jetzt seit fast zwei monaten in betrieb habe, ist hier noch kein spam-kommentar gelandet. das mag daran liegen, dass es (derzeit noch) ausschliesslich über javascript funktioniert. das nervt claudia nicht, aber andere — und ich möchte das langfristig noch ändern. ansonsten habe ich isso wirklich niedrigschwellig konfiguriert: wer mindestens drei zeichen kommentar eingibt, kann das formular und damit einen kommentar abschicken. die angabe des namens, der emailadresse oder der eigenen website ist optional. so oder so gibts eine vorschau und die option den kommentar 30 minuten lang (nach der veröffentlichung) zu editieren (über einen cookie). markdown ist unterstützt, links werden klickbar, lediglich der hinweis darauf, dass markdown unterstützt wird, fehlt noch. wobei ich glaube, dass, ausser ein paar spezialisten, ohnehin niemand weiss was markdown ist.
jedenfalls denke ich, claudia hat recht. ich finde es auch extrem nervig, wenn man einen kommentar schreibt und nach dem senden entweder nix passiert oder ein hinweis auf moderation erscheint. wenn schon moderation, dass könnte der kommentar mir selbst doch wenistens weiter angezeigt werden?
ich kommentiere schon länger so, dass ich kommentare, die ich anderswo hinterlasse, auch hier veröffentliche. wie alles was ich hier mache, mache ich das natürlich in erster linie für mich selbst. so kann ich später schauen ob es antworten gab, ob die moderation erfolgreich war oder gelöschtes zumindest bei mir selbst behalten. und für die eine oder andere person mag es sogar interessant sein zu sehen, was ich anderswo ins internet schreibe.
aber am liebsten ist mir das kommentieren per webmention. das geht nicht überall, aber zum beispiel bei eay.de oder dem kopfzeiler. ich schreibe aber beim webmention-kommentieren nicht nur eine antwort unter einen fremden beitrag, sondern ich behalte auch die fähigkeit den zu editieren oder zu löschen. das finde ich ziemlich sensationell. mit wordpress kann man das kommentieren per webmention mit (natürlich) matthias pfefferles indieweb-plugin konfigurieren, mit kirby und ein bisschen handarbeit hilft einem maurice renks indieconnector.
was mich im gegenteil zu claudia nicht nervt: wenn man gar nicht kommentieren kann.
Kommentieren unmöglich:Blogg doch selbst, steht dann z.B. da. Ok, alles klar, ich lese dann aber auch nicht mehr mit. Für mich sind Blogs die einzig verbliebenen Medien, wo noch gute Gespräche möglich sind – keine Wandzeitungen.
die gespräche sind ja immer noch möglich. diesen sermon hier möchte ich nicht unter claudias eintrag posten, aber trotzdem ist dieser beitrag auch ein kommentar. claudia wird diesen artikel sehen, entweder in ihren referern oder bei rivva. oder weil sie hier zufällig mal reingeschaut hat. das ist ja das tolle am internet, an links, an eienr wandzeitung. besteht alles irgendwie aus gesprächen und kommentaren.
wähhrend die beifahrerin auf dienstreise war, durfte ich mit frida 2-4 mal täglich raus gehen. sonst bin ich nachmittags nicht so oft in den rehbergen, in den letzten beiden tagen war nachmittags immer irgendwo live musik. nicht mein ding, aber musik, menschen die feiern und in die büsche kacken find ich auf ne art ganz schön. und der himmel hat sich auch jedesmal für unsere spaziergönge rausgeputzt.
ich bin sehr leicht zu beeinflussen. kaum sehe ich ein video über rösti, muss ich rösti selbst machen.
ich war immer schon begeistert von tortillas die mit so wenigen zutaten (kartoffel, zwiebel, ei, öl, salz) so enorm schmackhaft sind. aber rösti bestehen nur aus geriebenen kartoffeln, geduld und salz und ein wenig butter. und sind mindestens genauso toll und dazu noch knusprig.
geriebene, getrocknete kartoffeln mit etwas butter bei sehr niedriger hitze in einer pfanne anbraten.
rösti nach dem ersten wenden (nach ca. 10-15 minuten)
mittlerweile hat sich der dark mode als option (j sei dank) fast überall durchgesetzt. wenn ich nachts aufwache und mich mal kurz an den rechner setze, hasse ich es, wenn webseiten mich dann viduell anschreien. aber auch tagsüber finde ich hell leuchtende webseiten unangenehm.
deshalb hat wirres.net seit etwas mehr als einem jahr auch einen dark mode.
was mich dabei oft genervt hat: manche bilder sehen im dark mode elegant aus, aber im light mode nicht. oder umgekehrt. häufigster workaround dafür bisher: mit transparenzen arbeiten, also möglichst auf hintergründe verzichten. bei strichzeichnungen mit schwarzem oder weissen strichen klappt das dann aber nur in 50% der fälle. man kann dann einen grauton für die striche wählen, der sowohl im dark- als auch lightmode sichtbar bleibt.
die saubere lösung ist eine media-query und damit was man (glaube ich) art directed images nennt:
dafür muss man dem CMS beibringen, pro bild auf wunsch auch zwei quellen (oder mehr, je nach dem wie art-directy man werden will) zu verwalten. in meinem fall würde das aber im html-code, der für bilder ohnehin schon irre komplex ist, noch mehr komplexität bedeuten.
deshalb habe ich mich sehr über diesen workaround gefreut, den mir cursor heute vorgeschlagen hat, auch eine media query:
umgesetzt habe ich das jetzt so, dass bilder die auf *-invertable* enden passend konvertiert werden. beispiel aus diesem artikel:
das bild hat weissen hintergrund mit schwarzen linien, wird aber bei aktiviertem dark mode invertiert dargestellt, also mit schwarzem hintergrund und weissen linien. das sollte auch mit schwarzen linien auf weissem hintergrund klappen. (allerdings klappt das nicht im RSS, weil kein CSS.)
und es sollte auch mit transparentem hintergrund klappen. das ist ein kubus aus schwarzen linien auf transparentem hintergrund:
das ist der code den mir cursor geschrieben hat:
/* * S/W-PNGs mit Dateiname *-invertable.png: Ablage = Light-Variante.
* Dark Mode: per CSS invertieren (Transparenz bleibt erhalten).
* Selektor bewusst "-invertable" (nicht nur ".png"): Kirby-Thumbs heißen
* z.B. name-invertable-320x.png / name-invertable-320x-q75.webp.
*/@media(prefers-color-scheme: dark){img[src*="-invertable"],img[data-src*="-invertable"],img[srcset*="-invertable"],img[data-srcset*="-invertable"],picture:has([srcset*="-invertable"])img,picture:has([data-srcset*="-invertable"])img{filter:invert(1);}}/* Lightbox hat dunklen Hintergrund → immer die Dark-Darstellung */.pswpimg[src*="-invertable"],.pswp__img[src*="-invertable"]{filter:invert(1);}
interessant (zumindest für mich) ist was mit der lightbox im light-mode passiert (also wenn man auf das bild klickt, um es zu vergrössern): weil der hintergrund der light box immer schwarz ist, wird dann auch die dark-mode-variante in der lightbox angezeigt. alles mit ein bisschen CSS. faszinierend.
dieses foto von julius shulman kennt jeder architekturstudent. mich hat es während meines architekturstudiums zu feuchten träumen über sichtachsen und minimalistisches design inspiriert. an diesem foto stimmt konzeptionell alles und es fängt eine stimmung ein, die schwer zu beschreiben ist, die aber jeder versteht, sobald man das foto sieht. ganz ähnlich dem bild von edward hopper.
ich wusste, dass das haus am hang der hollywood-hills vom architekten pierre koenig gebaut wurde und dass es mindestens 21 weitere case study houses gibt.
was ich nicht wusste, war, dass die bauherren, die familie stahl, schon vor pierre koenig eine ziemlich genaue vorstellung vom haus hatten. das steht zwar auch so in der wikipedia …
Stahl provided the inspiration for the overall structure, setting out his ideas by mid-1956 in a model of the house he wanted for the site. Unlike the house as built, the model has a curved rear wall and butterfly roof. […]
Koenig adhered to the basic attributes of Stahl's concept but refined the design into something much more rigorous, geometric and 'pure' in its form and materials—in essence adapting it to his own vocabulary.
… aber dieses video erklärt die geschichte des hauses sehr bildlich. die kinder der stahls erzählen davon wie ihre eltern das haus planten, bauten und wie die familie darin lebte und wie das haus jetzt der öffentlichkeit zugänglich ist. eine grossartige kleine dokumentation, die nicht nur für architekturinteressierte interessant ist.
als frida und ich gestern wieder dran vorbeiliefen und ich wieder den koch nudeln ziehen sah schaute ich mir die speisekarte von der strasse aus an. ich entschied mich spontan eine der bowls zum mitnehmen zu kaufen:
13,90€ pro Suppe finde ich teuer, da kaum Fleisch enthalten ist.
ich fand 14,00 € OK, aber mir fiel auf, dass enorm viele nudeln enthalten waren. so kam das bei mir an.
nach der hälfte der nudeln war ich befriedigt und satt. das fleisch war wenig aber zart und dünn geschnitten, der frische koriander war toll, die brühe klar und die nudel fluffig.
heute zum frühstück dann resteessen mit mehr gemüse und mehr brühe. so mit ein paar kühlschrankresten für 14 euro zwei sehr befriedigende mahlzeiten mit sehr guten, handgetogenen nudeln gehabt.
der laden selbst ist angenehm eingerichtet, die bedienung sprechen kaum deutsch, sind aber sehr, sehr freundlich, es werden ununterbrochen nudeln gezogen und man kann nur bar bezahlen.
ziemlich geschickter spin von cleo abram, um den handlungsbedarf angesichts des klimawandels als möglich darzustellen. der kontext in den sie das stellt sind zwei ereignisse:
in beiden fällen gab es eine globale einigkeit und zusammenarbeit. warum sollten wir das nicht auch beim klimawandel schaffen?